Man sah während vier Wochen täglich einen anderen Künstler live bei der Arbeit, quasi wie ein „öffentliches Atelier“. Aufgestellte Staffelei, Arbeitstische, Werkbänke und Medien-Equipment standen für die Künstler bereit, so erschufen sie Gemälde und andere Kunstobjekte; Kunstinteressierte und zufällig vorbeikommende Passanten konnten das Entstehen von Bildern, Zeichnungen, Skulpturen, Glas-Gravuren, Fotoarbeiten und Fensterbildern mitverfolgen. Eine neue, lebendige und spannende Kommunikation künstlerischer Art entstand zwischen Künstlern und Zuschauern, die durch Medien-Unterstützung weiter verstärkt wurde
Die Kopfkamera wurde von Johannes Vockeroth leihweise zur Verfügung gestellt.
Das Kunstprojekt setzte sich später in Kölner Geschäfts-Schaufenstern fort: Zwar konnte man im artclub-Schaufenster das Entstehen der Kunst verfolgen, aber die dabei entstandenen Bilder und Objekte waren ja nur kurz zu sehen. Im Agnesviertel und am Ebertplatz nahmen acht Geschäftsinhaber am Kunstprojekt teil und stellten dafür ihre Schaufenster zur Verfügung.
Vom 6.10. bis 31.10. waren die fertigen Kunstobjekte in folgenden Schaufenstern zu sehen:
- Agnes Buchhandlung – Neusser Str. 63
- Brillenkasten – Neusser Str. 22
- Café Schmitz – Hansaring 98
- Colonius Apotheke – Ebertplatz 2
- First Reisebüro – Ebertplatz 2
- Hairkiller – Neusser Str. 52
- LANIUS Moden – Neusser Str. 61
- Trentin Stoffe & Wohnen – Eigelstein 135
Eine künstlerische Belebung des Agnesviertels war ebenfalls mit dem Projekt verbunden.
Das Kunstprojekt erhielt überdies wissenschaftlicheUnterstützung: Der Münchener Wissenschaftler und Erfinder Johannes Vockeroth beschäftigt sich seit langem mit Kopfkameras. Kopfkameras spielen sowohl in der Live-Kunstaktion eine wesentliche Rolle und dienten gleichzeitig als Quelle einer späteren Dokumentation. Herr Johannes Vockeroth, Wissenschaftler aus München, stellte spontan für das Projekt ein Kopfkamera-System leihweise zur Verfügung. Als besonders spannende Variante kam dabei auch eine so genannte „blickgesteuerte Kopfkamera“ zum Einsatz. Sie wird in medizinischen und wissenschaftlichen Bereichen eingesetzt.
Herr Vockeroth arbeitet gerade an seiner Dissertation zu diesem Thema. Das Kunstprojekt wird dabei Teil seiner Doktorarbeit, die entstandenen Videos dienen seiner Beobachtung und Beschreibung von künstlerischen Prozessen mit der blickgesteuerten Kopfkamera!
„frame“ verband Kunst und Wissenschaft auf hohem Niveau und hat hier Berührungsängste verschwinden lassen. Es war ein voller Erfolg und wurde auch von den Bürgern im Viertel sehr gut angenommen.
Teilnehmer waren: